„Aller guten Dinge sind DREI“ – en –

...passt auch gut zu uns (Segel-)Fliegern.
Denn das reine Lesen von Checklisten bewahrt weder vor einem zeitkritischen Ereignis,
noch eröffnet sich damit ein valider Notfallplan.
Autoren: Tino Janke und Kerstin Mumenthaler

Was gehört alles zu einem vollständigen Briefing?
Der Mediziner würde in diesem Zusammenhang die Checkliste wohl mit einer „Präventivmaßnahme“ gleich- setzen – denn sie bewahrt uns vor vermeidbaren Fehlern. Hingegen sind im Fall des Falles schon eine „Erste Hilfe“ oder eben die richtigen Notfall- maßnahmen umgehend gefordert. Neudeutsch sind diese auch als „Bold- face items “, „Memory Items“ oder „Critical Action Procedures“ bekannt. Und diese müssen wir – wie auch der Rettungssanitäter – schlicht und einfach auswendig wissen!
Zu guter Letzt kommt es darauf an, mit

einer geeigneten Strategie wieder aus der misslichen Lage herauszufinden. Vergleichbar mit der „Regeneration“ nach dem „Schock“ finden wir uns in der neuen Situation zurecht und versu- chen, bestmöglich damit umzugehen!

 

Beispiel Windenstart
Um die einzelnen Elemente eines komplexen Briefings kennenzulernen, schauen wir sie uns zunächst am Beispiel des Windenstarts jedes für sich an. Denn leider birgt der Windenstart eine Vielzahl von Tücken, die auch regelmäßig zu schweren Unf ällen führen. Um so wichtiger ist die struktu- rierte Vorbereitung!

  1. NORMALE CHECKLISTEN
    – die „Präventivmaßnahme“
    Wie schon im segelfliegen magazin 06/2021 beleuchtet, sind „normale Checklisten“ unverzichtbar für eine sichere Flugdurchführung. Wichtige Erkenntnis war:
    • Checklisten sind alternativlos und müssen GELESEN werden
    • Checklisten unterscheiden sich in „Follow up“ oder „To-Do“-Check- listen – sie richtig anzuwenden, gilt es zu trainieren!
    • Checklisten müssen logisch aufgebaut und „lesbar“ sein – sind sie fehlerhaft, zu lang oder unlogisch, werden sie nicht benutzt!